Jinbei FL-II 500

Posted by on Feb 11, 2014 in Equipment | No Comments
Jinbei FL-II 500

Nach dem ich nun schon mehrfach darauf angesprochen wurde, wie sich denn der Jinbei nach einem Jahr in Gebrauch so angestellt hat, möchte ich heute eine kurze Zusammenfassung schreiben.
Eins kann ich gleich zu Anfang verraten: Nach einem Jahr in Benutzung kann ich den Jinbei FL-II uneingeschränkt empfehlen. Er hat mich bisher nicht im Stich gelassen und an seine Leistungsgrenze bin ich bis heute auch noch nicht gekommen.

Wie schon in meinem ersten Blogeintrag zum Jinbei geschrieben, beschränkt sich die Nutzung bei mir auf „einige“ Shootings im Jahr. Das sind vor allem Hochzeiten, und das ein oder andere Portraitshooting. Insgesamt vielleicht 20 Einsätze per anno. Das sollte in der Preisklasse, in welcher der Freelander rangiert, kein Problem sein und ist es in meinem Fall auch nicht.
Zusammen mit dem Jinbei K-90 Octagonal Umbrella lässt sich der Freelander sehr gut transportieren und hat meinen Assistenten bisher nicht an die Krücke gebracht. Auch der Aufbau ist in wenigen Minuten erledigt, so dass man bei Bedarf wenig Zeit mit dem Aufbau verschwendet.

Bisher habe ich es noch nicht geschafft, den Akku des Jinbei leer zu schießen. Das mag damit zusammenhängen, dass ich bei einer Hochzeit selten mehr als 150-200 Fotos mit dem Freelander mache. In der Regel nutze ich ihn bei Außenaufnahmen im Gegenlicht mit Hi-Speed-Sync, um einen Gloweffekt zu bekommen (siehe Fotos). Er musste aber auch schon mal bei einer improvisierten Fotoboxaktion herhalten, bei der ca. 250 Fotos bei voller Leistung gemacht wurden. Wann die Leistung des Akkus also nachlässt, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Für meine Anwendungsfälle hat es bisher immer gereicht.

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Wenn man, so wie mein Assistent, den Freelander um den Hals hängt, und mit einem Yongnuo YN-622C nutzt, dann hat man das Problem, dass man den Funkauslöser nirgends befestigen kann. Am Anfang hat mein Assistent dieses Problem mit einem Einmachgummi gelöst. Doch das war auf Dauer nervig. Aus diesem Grund habe ich mir eine kleine Handytasche für den Gürtel gekauft, die ich dann am Gurt befestigt habe, und in welcher sich der Auslöser befindet.
An dieser Stelle noch eine kurze Bemerkung zum Yongnuo. Der Anschluss für das Synchronkabel ist hier wirklich sehr luschig verarbeitet. Bei einem normalen Kabel drückt man ständig die Buchse nach innen, hat dadurch Wackelkontakte und kann eigentlich nicht richtig damit arbeiten. Hier rate ich dringend zum Kauf eines Synchronkabels mit Schraubanschluss.

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Zwei Dinge sind mir in dem letzten Jahr der Nutzung aufgefallen. Der erste Kritikpunkt, den ich auch anderweitig im Internet gelesen habe, ist das Bereitschaftssignal des Jinbei. Das kommt gerade bei voller Leistung immer zu früh. Hier muss man einfach einen Augenblick länger warten, bevor man den Auslöser betätigt. Das ist in meinen Augen nichts gravierendes, man gewöhnt sich dran.
Das zweite ist die Verarbeitung der Tragebox für den Freelander. Die Metallösen für den Tragegurt sind ein echter Witz. Ständig verdrehen sie sich, und es kommt auch schon mal vor, dass der Gurt aus der Öse rutscht. Das kann man auch für wenig Geld besser machen.

Bis auf diese beiden Punkte kann ich bisher nichts Negatives über den Jinbei FL-II 500 sagen. Es ist bisher nichts abgebrochen oder anderweitig kaputt gegangen. Er hat genau das gehalten, was ich in dieser Preisklasse erwartet habe, und hat mir das Leben ein wenig leichter (im wahrsten Sinne des Wortes) gemacht.
Fazit: Für mich hat sich der Kauf gelohnt.

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